LEVI'S TIMBERLAND Hanes Dockers


zurück an den Anfang  Von Buttenheim nach San Francisco

Buttenheim in Oberfranken am 26. Februar 1829. Die Vorbereitungen für die Erfindung der legendären Levi's Jeans laufen auf Hochtouren. Levi Strauss kommt zur Welt. Eine gesunde Portion Unternehmergeist schien ihm angeboren. Denn schon mit achtzehn Jahren wandert er nach New York aus, um in den Handel einzusteigen. Auf der anderen Seite, in Amerikas Westen, beginnt 1849 der Goldrausch. Die Hoffnung vieler Glücksuchender. Auch Levi Strauss zieht es dorthin. Nicht des Goldes wegen. Es ist seine Idee vom eigenen Krämerladen. Zelte für die Goldgräber will er verkaufen. Die Reise nach Kalifornien dauert Monate. Am 14. Mai 1853 erreicht Levi Strauss San Francisco, mit einer Ladung Zelt- und Wagenplanen.

zurück an den Anfang  Das Zelt, das eine Jeans wurde

Die Goldgräber hatten, wie der Name schon sagt, nur eines im Sinne: Gold. Zelte interessierten sie nicht. Sie schufteten den ganzen Tag und oft auch die Nächte hindurch. Vor allem ihre Hosen mussten dabei einiges aushalten. Taten es aber nicht. Levi Strauss' Idee, aus seinen Planen Hosen zu schneidern, erinnert an Kolumbus, der nach Indien wollte und Amerika entdeckte. Wie auch immer. Die beispiellose Karriere einer Hose aus robustem braunem Zeltstoff konnte beginnen.

zurück an den Anfang  Blaues Gold

Levi's Zelthosen wurden ständig den Bedürfnissen der Goldgräber angepasst. Gürtelschlaufen und Gesässtaschen beispielsweise kamen dazu, damit die Hose nicht rutschte, wenn die schweren Goldnuggets darin verstaut wurden. Die robusten braunen Planen ersetzte Levi Strauss 1860 durch einen strapazierfähigen Baumwollstoff aus dem französischen Ort Nimes, sogenanntes "Serge de Nimes". Daraus entstand irgendwann die heutige Bezeichnung für den Jeansstoff: Denim. Und noch etwas veränderte sich. Der neue Stoff war indigoblau eingefärbt. So wurde die Jeans zur heute berühmten Bluejeans befördert.

zurück an den Anfang  Jetzt wird's amtlich

Noch berühmter ist die Bezeichnung 501 - die wohl bekannteste Zahl der Welt. Wir verdanken sie den amtlichen Vorschriften von damals. 501 war die Produktionsnummer für den Stoff, den Levi Strauss importierte. Heute ist sie Legende und steht nach wie vor für das Original. Alle anderen Jeans sind aus ihr entstanden. Doch noch einmal zurück zu den Anfängen. Die 501 wurde bald von Ranchern und Farmern übernommen, die sich im "Goldenen Westen" nach Beginn des Goldrausches ansiedelten. Auch geographisch verbreitete sich die Jeans von Levi Strauss schlagartig.

zurück an den Anfang  Eine Jeans auf Weltreise

Der Weg in den Mittleren Westen wurde durch den Bau neuer Eisenbahnlinien geebnet. Noch weiter kam die Jeans in der Weltwirtschaftskrise von 1929. Ostamerikanern wurde der gewohnte Urlaub in Europa zu teuer. So blieb man auf dem eigenen Kontinent und reiste ins sonnige Kalifornien. Jeans waren das beliebteste Souvenir. Der 2. Weltkrieg brachte die Jeans nach Europa. Die 501 wurde zum "kriegswichtigen Produkt" ernannt. Amerikanische Gis trugen das Symbol der Freiheit. Bluejeans erschienen auf Schwarzmärkten und wurden unter Jugendlichen zum Kultobjekt. Jeder wollte teilhaben am "American way of life".

zurück an den Anfang  Die 60er, 70er und 80er

In den 60ern wurde die Jeans zum Bürgerschreck. Von der Mehrheit geächtet, von der Jugend - gerade deswegen - geliebt. Hippies und Blumenkinder machten sie zur Einheitskluft der Anti-Vietnamkriegs-Bewegung. Das spektakuläre "Woodstock-Festival" wurde zur Werbeveranstaltung für den blauen Stoff.

In den 70er Jahren entwickelte sich die Jeans zur klassenlosen Klamotte. Immer mehr europäische Hersteller und Designer machten sie salonfähig. Krawatte und Denim rauchten die Friedenspfeife. Übersättigung machte sich breit. Die Jeans lief Gefahr, ihren Mythos zu verlieren. Schon bald schrie die Gesellschaft wieder nach den einfachen, puren Werten.

Mitte der 80er Jahre läutete Levi's mit "back to basics" eine neue Aera ein. Die mehrfach preisgekrönten 501-Spots lösten einen bis heute anhaltenden Jeans-Boom aus.

zurück an den Anfang  Levi's - die Legende

Im Jahre 2000 wurde Levi's hundertfünfzig. Das ist so gut wie nichts. Denn die Jeans kann gar nicht alt werden. Dafür sorgen die ständigen Veränderungen in der Gesellschaft. In den letzten 1 ½ Jahrhunderten jedenfalls hatte die Erfindung von Levi Strauss stets eine wichtige Rolle gespielt. Mal Arbeitshose, mal Befreiungssymbol und heute Lebenseinstellung.

Sie ist Mythos, Zeitgeist, Protest, Freiheit und Erotik. Sie ist Medium für die Identifikation und Ausdruck von Individualität. Sie verkörpert Sehnsüchte, beweist Zugehörigkeiten und verdeutlicht Abgrenzungen. Unterschiede in der sozialen Stellung oder durch Nationalitäten lässt sie einfach verschwinden.

Jeans werden von allen Glücksuchenden dieser Welt getragen. Wie damals, 1850, bei den Goldgräbern.

zurück an den Anfang  Since 1850

1850 - David Stern, ein Schwager von Levi Strauss, eröffnet einen Kurzwarenladen in San Francisco, der später zu "Levi Strauss & Co." wird.

1853 - Geburtsjahr der Levi's Jeans. Levi Strauss schneidert die erste Jeans aus braunem Segeltuch. Er selbst nennt sie "waist overall".

1860 - Die braunen Segelplanen werden durch indigoblau gefärbten Baumwollstoff aus Frankreich (Serge de Nimes = Denim) ersetzt.

1873 - Der Schneider Jacob Davis und Levi Strauss melden die Kupfernieten auf den Levi's Jeans als ihr Patent an. Im gleichen Jahr wird der "Doppelbogen" (Arcuate) auf die Gesässtaschen genäht.

1886 - Das "Two Horse Brand" kommt als Lederetikett auf die Levi's Jeans und ist heute ein geschütztes Warenzeichen.

1890 - Die hüfthohen Overalls von Levi Strauss erhalten die Produktionsnummer 501. Das Patent für die Niete der Levi's Jeans läuft aus. Immer mehr Nachahmer kommen auf den Markt.

1902 - Levi Strauss stirbt und vererbt die Firma seinen vier Neffen.

1906 - Dem grossen Erdbeben von San Francisco fallen auch das erste Gebäude und die Fabrik der Levi Strauss & Co. zum Opfer.

1922 - Levi's Jeans erhalten Gürtelschlaufen. Die Knöpfe für Hosenträger werden erst vor dem Zweiten Weltkrieg entfernt.

1929 - Innerhalb der Firma werden die Jeans nicht mehr "waist overall", sondern "501" genannt.

1936 - Das rote Fähnchen an der Gesässtasche, auch Red Tab genannt, wird als Markenzeichen eingeführt.

1937 - Die Nieten auf den Gesässtaschen verschwinden, da sie Sättel und Schulbänke verkratzen.

1941 - Die Niete im Schritt der 501 wird weggelassen. Die 501 wird zum "kriegswichtigen Produkt" erklärt und nur noch an die Armee verkauft.

1942 - Der Doppelbogen (Arcuate) auf den Gesässtaschen wird als Warenzeichen geschützt.

1945 - Amerikanische GIs bringen Levi's Jeans nach Europa. Nach Kriegsende kann die Nachfrage nach Bluejeans kaum gestillt werden.

1955 - Levi's Jeans gibt es jetzt auch mit Reissverschluss.

1960 - Eröffnung der ersten europäischen Levi-Strauss-Niederlassung in Brüssel.

1969 - Die Mondlandung. Neil Armstrong trug in dem Moment, als er als erster Mensch den Mond betrat, nein, leider keine Levi's Jeans, sondern einen Raumanzug.

1971 - Veränderungen im Red Tab. Das grosse "E" (big E) im Levi's Schriftzug wird ab sofort klein geschrieben. Im gleichen Jahr geht die Levi Strauss Company an die Börse und teilt Aktien aus.

1984 - Levi Strauss & Co. wird offizieller Ausstatter der amerikanischen Olympiamannschaft.

1986 - Mit dem Werbekonzept "back to basics" und dem berühmten 501-Spots löst Levi's einen neuen Jeans-Boom aus.

1988 - Der gesellschaftliche Wertewandel veranlasst Levi Strauss & Co., die Unternehmensphilosophie neu zu definieren. Die ersten "Original Levi's Stores" werden in Deutschland eröffnet.

1991 - Bob D. Haas, Vorstandsvorsitzender von Levi Strauss & Co. in San Francisco, erhält den "Edward N. Brandt Junior"-Preis zur AIDS-Bekämpfung.

Auch 1991 - Das Gründungsjahr von NO LIMITS. NO LIMITS beginnt damit, im ersten eigenen Laden am Neumarkt in Zürich direkt aus den USA importierte Levi's 501 Jeans zu verkaufen.

1993 - Bob D. Haas wird in Cannes zum "Mann des Jahres in der Werbung" gekührt.

2000 - NO LIMITS wird offizieller Levi's-Händler.

LEVI'S VON A BIS Z

zurück an den Anfang   ARCUATE:
Arcuate nennt man den Doppelbogen, der seit 1873 auf jede Gesässtasche einer Levi's gestickt wird. Er symbolisiert die Schwingen des Rocky-Mountains-Adlers und gilt weltweit als ein Markenzeichen von Levi's Jeans.

zurück an den Anfang   BAUMWOLLE:
Ohne die Baumwollpflanze gäbe es keine Jeans. Baumwolle wird in Strauchform auf riesigen Feldern im Süden der USA, in Aegypten, Pakistan, Indien und den GUS-Staaten angebaut. Nach der Ernte der weissen Wolle kommen die Samenhaare der Baumwolle in die Spinnereien.

zurück an den Anfang   BEKANNTHEITSGRAD:
Nach Coca-Cola kennen Levi's weltweit die meisten Menschen. Die 501 gilt als die bekannteste Zahl der Welt.

zurück an den Anfang   BIG E:
Von 1936 bis 1971 wurde der Levi's Schriftzug im Red Tab mit grossem E ("Capital E" oder eben "Big E") geschrieben. Im Zuge des Jeans-Booms entstand Anfang der 90er Jahre eine wahre Big-E-Manie. Die höchsten Sammlerpreise für Vintage werden heute in Japan erzielt.

zurück an den Anfang   BUTTONFLY:
Buttonfly nennt man die Knopfleiste der Levi's Jeans. Der Schriftzug "Levi Strauss & CO. S.F. CAL." Auf den Knöpfen steht für Qualität und ist geschützt. Die Knöpfe sind fest im Denim verankert und durchlaufen strenge Tests. Der Zipper (Reissverschluss) wurde 1926 von "Lee" erfunden. Die Knöpfe wurden im Zuge der Rückbesinnung auf "back to basics" wieder populär.

zurück an den Anfang   DAVIS, JACOB:
Ein Schneider aus Nevada, dem Levi's Jeans die Nieten zu verdanken haben. Die ausgerissenen Hosentaschen der Goldsucher mussten immer wieder geflickt werden. Dabei kam Davis die Idee, die Ecken der Taschen mit Kupfernieten zu verstärken. 1873 patentierte er mit Levi Strauss dieses Verfahren. Jacob Davis wurde Leiter der Arbeitshosenfabrikation der Levi Strauss Company.

zurück an den Anfang   DOUBLE XX:
1870 wird zum ersten Mal "Double XX" als Bezeichnung für die Qualität des Denims verwendet. Das bedeutet extrastarker, reissfester Stoff.

zurück an den Anfang   EINZELTEILE:
Eine Levi's Jeans besteht aus über 30 Einzelteilen, die nummeriert und gebündelt werden. Das vereinfacht zum einen den Produktionsvorgang, zum anderen wird sichergestellt, dass eine Jeans aus genau dem Stoffballen erstellt wird, aus dem sie zugeschnitten wurde. Einige Einzelteile sind geschützte Warenzeichen.

zurück an den Anfang   FÄLSCHUNGEN:
Die Levi's 501 ist die meistkopierte Jeans der Welt. Jährlich werden einige tausend 501-Plagiate, vor allem aus Fernost, von der Levi Strauss Company sichergestellt.

zurück an den Anfang   GUARANTEE LABEL:
Eine nachempfundene Dollarnote, welche die Garantie für eine echte Levi's war: "This is a pair of Levi's". Das Garantee Label befindet sich noch heute als Papieretikett auf der rechten Gesässtasche einer neuen Levi's.

zurück an den Anfang   HERSTELLUNG:
Das Grundmaterial für die Herstellung einer Jeans ist die Baumwolle. Ihre Samenhaare werden zu Fäden versponnen. Man unterscheidet Kettfäden und Schussfäden, die miteinander verwoben werden. Der fertige Denim wird nun vorgewaschen. Nachdem die Stoffbahnen auf langen Tischen ausgelegt wurden, erfolgt der Zuschnitt. Zu den zugeschnittenen Stoffstücken kommen weitere Einzelteile wie z.B. das Red Tab oder die Knöpfe. Eine Jeans wird aus über 30 Einzelteilen genäht. Noch ist die Jeans nicht fertig. Je nach Waschausfall durchläuft sie unterschiedliche Waschverfahren und wird anschliessend gebügelt. Vor und während der Herstellung werden verschiedene Qualitätskontrollen durchgeführt. Trotzdem ist es möglich, das in der Endkontrolle noch Mängel festgestellt werden. Diese Jeans werden zur zweiten Wahl.

zurück an den Anfang   INDIGO:
Indigo ist das Jeansblau, das früher aus der Indigopflanze gewonnen wurde. Heute wird Indigo künstlich hergestellt. Vor dem Weben wird der Baumwollfaden gefärbt. Indigo hat die Eigenschaft, die Baumwollfaser nicht zu durchtränken, sondern zu umhüllen. So entsteht der typische Jeans-Look. An den Scheuerstellen bricht der Indigo-Farbstoff auf, und die helle Naturfaser kommt zum Vorschein. Die Anzahl der Farbvorgänge bestimmt den Waschausfall. Für ein tiefes, dunkles Blau beispielsweise wird die Baumwollfaser bis zu zwölfmal ins Farbbad getauscht.

zurück an den Anfang   JEANS:
Jeans kommt von "genuese" (genuesisch). Seeleute aus Genua trugen aus robustem genuesischem Baumwollstoff gefertigte Hosen, die der späteren Erfindung von Levi Strauss nahe kamen.

zurück an den Anfang   LEATHER PATCH:
1886 wurde das Lederetikett mit dem Two Horse Brand eingeführt. Es befindet sich am hinteren Hosenbund.

zurück an den Anfang   LEVI STRAUSS FOUNDATION:
Dies Stiftung wurde Ende der 50er Jahre gegründet. Sie wird ausschliesslich vom Unternehmen selbst unterhalten. Ziel der Foundation ist das soziale Engagement in Kommunen und Gemeinden, in denen die Levi Strauss Company Produktions- und Vertriebseinrichtungen hat. Dabei geht es z.B. um Programme für Kindertagesstätten oder die Finanzierung bestimmter Projekte.

zurück an den Anfang   MATERIALIEN:

Denim: das Originalmaterial der Jeans, meistens aus 100% Baumwolle.

Stretch Denim: Das Gewebe enthält zusätzlich einen Elasthan-Anteil, der die Elastizität des Materials erhöht und damit zu mehr Bewegungsfreiheit führt. Das Material wird bevorzugt für figurbetonte Passformen eingesetzt.

Tencel: Tencel ist eine aus Zellulose gewonnene Spinnfaser, die eine sehr hohe Festigkeit aufweist. Das Material wird auf der Hoseninnenseite verwendet, weil es einen sehr hohen Tragekomfort hat.

zurück an den Anfang   NIETE:
Die Verstärkung der Taschenecken durch Kupfernieten (engl.: Copper-rivets) im Jahre 1872 war eine Erfindung von Jacob Davis. 1937 änderte Levi Strauss die Position der Nieten an den Gesässtaschen, da durch sie Pferdesättel und Schulbänke zerkratzt wurden. Sie wurden fortan an den Innenseiten der Taschen angebracht und mit einer Verreigelungsnaht versiegelt. 30 Jahre später wurden diese Nieten ganz entfernt und durch eine verstärkte Kreuznaht ersetzt. Auf die Niete im Schritt verzichtete man 1941, nachdem Walter Haas sen., der damalige Levi's Präsident, an einem Lagerfeuer zu spüren bekam, wie heiss diese Niete an dieser so entscheidenden Stelle wurde. Nur an den Vordertaschen blieben die Kupfernieten bis heute am gleichen Platz.

zurück an den Anfang   NO LIMITS UND LEVI'S:
Seit NO LIMITS 1991 gegründet wurde, verkauften wir Levi's Jeans als unsere wichtigsten Produkte. Wir waren schon immer und sind auch weiterhin "Levi's-Fans", was auf den vorzüglichen Jeansprodukten und der absoluten Kompetenz dieses Herstellers basiert. Es ist nicht verwunderlich, dass wir in Zürich häufiger "der Levi's-Laden" als "NO LIMITS" genannt werden.

zurück an den Anfang   ORIGINAL:
Eine Levi's ist das Original. Die Levi's 501 ist die erste Jeans der Welt.

zurück an den Anfang   OUNCE:
Die Stärke bzw. das Gewicht des Denims wird in Ounces (Unzen, 1 Unze = 28,35g) gemessen. Levi's Jeans werden aus 14 ½ Ounces Denim hergestellt.

zurück an den Anfang   QUALITÄTSKONTROLLE:
Schon zu den Goldgräberzeiten legte man grossen Wert auf die Qualität einer Levi's. Das Two Horse Brand zeigte deshalb auch zwei Pferde, die vergeblich versuchten, eine Levi's auseinander zu reissen. Heute schliesst die Qualitätskontrolle ein permanentes Testen, Überwachen und Prüfen der Ware ein. Sie beginnt beim Einkauf des Denims und durchzieht alle Fertigungsgänge der Jeansherstellung bis zum Versand der Ware an den Einzelhandel. Die Levi Strauss Company spricht bei der Qualitätskontrolle von "Produktintegrität". In Labors wird der Denim auf Festigkeit, Einlaufen, Strapazierfähigkeit, Farbechtheit und Aussehen geprüft. Einzelteile wie Knöpfe, Reissverschlüsse und Fäden durchlaufen ähnliche Tests. Sowohl während als auch nach der Herstellung werden die Jeans strikten Kontrollen unterzogen, um sicherzustellen, dass die Hosen den strengen Konstruktions-, Näh- und technischen Spezifikationen von Levi's entsprechen.

zurück an den Anfang   RED SELVAGE:
Red Selvage oder Red Stitching nennt man die weisse Webkante in der äusseren Beinnaht, bei der ein roter Faden eingewoben ist. Das liegt an den alten, schmalen Webstühlen, auf denen nur ein 75 cm breites Denimgewebe herbestellt werden konnte. Später gab es breitere Webstühle und die rote Webkante wurde durch eine übersteppte Naht ersetzt. Levi's Jeans mit der roten Naht gehören zu den begehrtesten Sammlerstücken.

zurück an den Anfang   RED TAB:
Das Red Tab ist seit 1936 ein Warenzeichen von Levi's. Dieses rote Fähnchen war die Idee eines Levi's Angestellten, der bei einem Stadtbummel herausfinden wollte, wie viele Leute eine Levi's Jeans trugen. Er stellte fest, dass sich die Levi's nicht eindeutig von anderen Jeans unterschied. So wurde das Red Tab geboren und gut erkennbar am Rand der rechten Gesässtasche angebracht. 1971 wurde im Red Tab das grosse "E" (Big E) durch ein kleines "e" ausgetauscht.

zurück an den Anfang   SHRINK TO FIT:
Die Shrink-to-fit-Jeans gibt es nur im Modell 501. Sie wird bis zur Auslieferung nicht gewaschen. Bei der ersten Wäsche läuft sie 10% ein. Damit sie passt, kauft man sie zu gross und lässt nach dem Waschen die nasse Hose am Körper trocknen. Oder man legt sich mit ihr in die Badewanne. Das garantiert eine individuelle Passform. Nach dieser Methode sind schon 1869 die Holzfäller vorgegangen. Sie setzten sich mit der Hose in einen Bach.

zurück an den Anfang   STONE-WASHED:
Ein Waschausfall, bei dem die Jeans mit Bimssteinen oder Enzymen etwa 75 Minuten lang gewaschen wird. So erhält sie ihren typischen, ausgewaschenen Look, der unter Levi's Trägern zu den Begehrtesten gehört.

zurück an den Anfang   STRAUSS, LEVI:
Alle kennen seinen Vornamen. Die Levi's Jeans ist die Erfindung von Levi Strauss, geboren am 26. Februar 1829 in dem kleinen Ort Buttenheim, in der Nähe von Bamberg/Deutschland. 1847 verliess er seine Heimat und wanderte nach New York aus. Er folgte damit seinen Brüdern, die in der Neuen Welt ihren Unterhalt im Handel verdienten. 1849 begann der Goldrausch in Kalifornien. Ganz Amerika schaute nach San Francisco - einer pulsierenden Metropole bunt zusammengewürfelter, hoffnungsvoller Menschen. Levi Strauss machte sich auf die lange Reise in den Westen Amerikas, um dort einen Laden zu eröffnen. Im Gepäck hatte er Zelt- und Wagenplanen, mit denen er die Goldgräber versorgen wollte. Die Erfindung der Levi's war eigentlich ein Zufall, da ihm die Goldgräber versicherten, dass sie keine Zelte bräuchten, sondern Hosen für die harte Arbeit bei der Goldsuche. So wurden die ersten Levi-Strauss-Jeans aus braunen Planen geschneidert. Die Geburtsstunde einer Legende. Schnell sprachen sich die robusten Beinkleider herum. Ein paar Jahre später wurden die Hosen aus einer aus Frankreich importierten, blaugefärbten Baumwolle hergestellt. Levi Strauss' Erfindung fand bald Nachahmer. Von ihnen setzte er sich jedoch immer wieder durch Verbesserungen an den Jeans wie Gürtelschlaufen, Taschen, Nieten und spezielles Design (Arcuate) ab. Schnell wurde Levi Strauss ein reicher Mann und konnte 1886 ein modernes Firmengebäude in der Battery Street in San Francisco errichten. Eine Zweigstelle in New York war für die Belieferung des Ostens zuständig. Levi Strauss hatte Amerika mit einer Arbeitshose erobert. Um die Jahrhundertwende zog er sich vom Geschäft zurück und übergab das Management seinen Neffen. Er hatte nie geheiratet. Für San Francisco engagierte sich Levi Strauss mit wohltätigen Stiftungen und allem, was dem Aufschwung "seiner" Stadt half. 1902 starb Levi Strauss als berühmte Persönlichkeit. Seine Erfindung ist heute in aller Welt zuhause.

zurück an den Anfang   TWO HORSE BRAND:
Levi Strauss' Erfindung fand schnell viele Nachahmer. Um sich von der Konkurrenz abzuheben und dem Käufer eine Garantie für die Reissfestigkeit der Hose zu geben, wurde 1886 das Two Horse Brand als Lederetikett eingeführt. Es zeigt zwei Pferde, denen es nicht gelingt, eine Levi's zu zerreissen. Das Etikett ist ein Warenzeichen von Levi's.

zurück an den Anfang   UMWELTSCHUTZ:
Teil der Unternehmensphilosophie von Levi Strauss & Co. ist der Umweltschutz. Zu den lokalen Regelungen und Gesetzen hat Levi Strauss & Co. weltweit eigene Richtlinien entwickelt, um die Natur zu schonen. Diese hohen Massstäbe müssen von allen Geschäftspartnern eingehalten werden. Normen zum Schutz der Umwelt sind beispielsweise der verantwortungsbewusste Umgang mit nicht erneuerbaren Rohstoffen, Vermeidung von Abfällen und die Entsorgung chemischer Stoffe. Auch im Recycling leistet Levi Strauss & Co. Pionierarbeit. Das "Recycled Levi's Denim Paper" wird aus Stoffresten von Levi's Jeans hergestellt.

zurück an den Anfang   UNTERNEHMEN:
Die internationale Unternehmenszentrale von Levi Strauss & Co. befindet sich in San Francisco. Weltweit gibt es 120 Niederlassungen und Levi's Produktionsstätten. Brüssel ist das Levi Strauss Headquarter von Europa. Die Levi Strauss Germany GmbH hat ihren Sitz in Heusenstamm bei Frankfurt am Main und ist zuständig für den Markt in Deutschland, Österreich und er Schweiz (über Levi Strauss (Suisse) S.A., St. Sulpice).

zurück an den Anfang   UNTERNEHMENSPHILOSOPHIE:
Die Unternehmensphilosophie von Levi Strauss & Co. nennt man "Aspirations" (Herausforderungen). Von Mitarbeitern entwickelt, sollen die "Aspirations", neben dem Unternehmensziel Rentabilität, zu verantwortungsbewusstem Miteinander aufrufen. Durch Offenheit, Fairness und gegenseitigem Vertrauen stellt man sich im Teamwork den täglichen Herausforderungen und trägt zum Erfolg der Firma bei. Respekt vor Alter, Geschlecht, Hautfarbe, Nationalität und sexueller Ausrichtung sind Grundlage des Handelns der Levi Strauss Company (Anmerkung des Autors: dies ist kein Marketing-Blabla - Levi's setzt das wirklich um!). Allein in der Levi Strauss Niederlassung in Deutschland arbeiten über 24 Nationen unter einem Dach. Levi Strauss & Co.'s Philosophie gilt auch für Lieferanten und andere Geschäftspartner. Umweltschutz, Gesundheitsschutz, faire Personal- und Arbeitspolitik und die Achtung der Menschenrechte müssen gewährleistet sein. Nach Verletzungen dieser Grundsätze stellte Levi Strauss & Co. die Produktion in den Ländern Peru, Bolivien, Burma und China ein. Auch im sozialen Bereich engagiert sich das Unternehmen weltweit (Levi Strauss Foundation). 1991 spendete Levi Strauss & Co. in Amerika 20 Millionen US-Dollar allein für die AIDS-Hilfe.

zurück an den Anfang   VINTAGE:
Vintage-Produkte sind historische Jeans, die unter Sammlern hoch im Kurs stehen. Es handelt sich dabei entweder um alte, getragene Jeans oder um Stücke, die über Jahre in ihrem Originalzustand auf Lager liegengeblieben sind (Dead Stock). Das Interesse für Real Vintage entstand in den 80er Jahren, als wieder mehr ursprüngliche Werte gefragt waren. Eine Big E oder Red Selvage erzielt vor allem in Japan horrende Summen. Dort und mittlerweile auch in ganz Europa ist Vintage zu einer regelrechten Wissenschaft geworden. Levi Strauss & Co. hat einige Sammlerstücke im Levi's Museum in San Francisco ausgestellt.

zurück an den Anfang   WASCHARTEN:
Used Effekte: Die Kleidung erhält an bestimmten Stellen (z.B. Knie, Taschen, Oberschenkel) einen getragenen Look. Dieser Look wird durch kräftiges Waschen mit Steinen und anschliessendem Sandstrahl erzielt. Moustache Effekte: Stellen wie Sitz- und Kniefalten und Taschen werden von Hand aufgebürstet. Bleach Optik: Ein Beichmittel wird der Lauge beim Vorwaschen der Jeans hinzugefügt, um den Anteil der Indigo-Farbe zu reduzieren. Daraus ergibt sich ein helleres blau. Overdyed: Ueberfärbeverfahren, welches vor oder nach der Herstellung des Textils stattfinden kann (= black/black).

zurück an den Anfang   WEBVERFAHREN:
Die Baumwolle für die Herstellung des Denims wird in Spinnereien zu Fäden versponnen. Bevor die Fäden in die Webereien kommen, wird ein Teil blau eingefärbt - die sogenannten Kettfäden. Der andere Teil, die Schussfäden, bleiben in ihrem Naturzustand. Kett- und Schussfaden werden jetzt so miteinander verwoben, dass abwechselnd der Schussfaden unter drei Kettfäden und dann über nur einem Kettfaden verläuft. So entstehen die blaue Oberseite und die blauweissen Diagonalstreifen auf der Stoffinnenseite des Denims. Die durch das Weben entstandene feste Bindung wird Kettköper genannt. Sie gibt dem Denim seine für ihn typische Reiss- und Scheuerfestigkeit sowie die grosse Saugfähigkeit. Das angewandte Webverfahren, d.h. das Weben eines Kettköpers, liegt allen Denimarten zugrunde. Unterschiedliche Denimarten entstehen nur durch die Verwendung verschiedener Baumwollgarne und der Art, sie miteinander zu verweben. Nach dem Weben werden die feinen Haare des Denims gesengt, d.h. abgebrannt, um ihn noch glatter zu machen. Nur das Original, die 501, bleibt ungesengt.

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